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Lehmputz

> Oberflächenbearbeitung

Erscheinungsbild

Je nach Art der Oberflächenbehandlung werden unterschiedliche Texturen erzielt, die die Wirkung eines Raumes beeinflussen. "Eine glatte Putzoberfläche wirkt feiner, weicher und ruhiger als eine grobe Oberfläche. Sie hat weniger Schattenpunkte als grober Putz, das Schattenbild ist heller. Eine raue Putzoberfläche dagegen wirkt gröber, rustikaler und belebter durch größere Schattenpunkte auf der Oberfläche. Das Schattenbild ist dunkler als bei feinem Putz. Eine raue Wandoberfläche kann kleine Räume optisch kleiner wirken lassen, da sich die Maßstäblichkeit ändert" (FAL e.V. Ganzlin).
Beeinflusst wird die Oberflächenstruktur durch die Materialwahl, die Werkzeugwahl und den Zeitpunkt der Bearbeitung.

Tabelle Oberflächenstrukturen

WerkzeugOberflächenstrukturZeitpunktMaterialwahl
Schwamm-
reibebrett
lebhafte,
grobe Struktur
früher Zeitpunkt,
Lehm ist noch
weich
Lehm-Unterputz,
Lehm-Oberputz
Lehmputz terra grob
fein, Steine und
Fasern werden
freigelegt
später Zeitpunkt,
Lehm ist
angezogen,
lederharte
Oberfläche
Lehm-Oberputz,
Lehm-Feinputz,
Lehm-Edelputze
Lehmputz terra grob
und fein
glatte Oberfläche,
strukturarm
Lehm-Feinputz
Lehmputz terra fein
Reibebrett
aus Holz
oder Plastik
stark verdichtete,
strukturarme Fläche
Lehm ist
angezogen,
evtl. lederhart;
klebt nicht am
Reibebrett
Lehm-Feinputz,
Lehm-Oberputz
Lehmputz terra grob
und fein
Glättekellenglatte OberflächeLehm ist
angezogen,
evtl. schon
einmal gerieben
Lehm-Feinputz,
Lehm-Oberputz
Lehmputze terra fein
und grob
japanische
Kellen
sehr glatte,
polierte Oberfläche
mehrmaliges
Glätten zu
verschiedenen
Zeitpunkten, z. T.
nach weiterem
Annässen
Lehm-Edelputze,
Lehm-Feinputz
Lehmputz terra fein
große Pinsel,
Quaste, Besen
Rillenstrukturkurz nach
dem Auftrag,
Lehm ist noch
weich
Lehm-Oberputz,
Lehm-Feinputz
Lehmputze terra
grob und fein
Glättebürste
mit Leder-
einsätzen
Quarzsande, Perlmutt
und andere Zusätze
werden verstärkt
sichtbar
nach
vollständiger
Trocknung
Lehm-Edelputze
oder alle Sichtputze
mit Zuschlägen

Bearbeiten von Schwindrissen

Falls sich nach dem Trocknen der Putze Risse zeigen, müssen diese erst geschlossen werden, was je nach Stärke der Risse auf unterschiedliche Weise erfolgt. Dickere Schwindrisse werden V-förmig aufgeschnitten und mit Material aufgefüllt. Kleine Schwindrisse im Oberputz, in den Lehmputzen terra fein und grob oder im Feinputz können nach dem Trocknen einfach partiell zugeschlämmt werden, wenn die Fläche anschließend gestrichen werden soll. Handelt es sich um Sichtflächen ohne weiteren Anstrich, werden die Risse geschlossen und nach dem Trocknen wird die fertige Oberfläche noch einmal mit einem Schwammbrett ganzflächig mit wenig Feuchtigkeit überarbeitet.
Dabei wird die Fläche angesprüht und parallel mit einem fast trockenen Schwammreibebrett in gleichmäßig kreisenden Bewegungen abgerieben. Die Oberflächen von Putzflächen, die nicht gestrichen werden, sollten zügig bearbeitet werden, um Arbeitsansätze zu vermeiden und ein gleichmäßiges Bild zu erzielen.

Lehmfarbe und Lehm-Streichputz

Erst nach vollständiger Trocknung des Untergrundes kann mit dem Anstrich begonnen werden. Um die Eigenschaften des Lehmputzes zu erhalten, sollten nur Farben verwendet werden, die keine zu dicken und dichten Schichten bilden. Ideal sind hier die diffusionsoffene conlino Lehmfarbe und der conlino Lehm-Streichputz. Beide Anstriche sind auf die conluto Lehmputze abgestimmt und unterstützen deren positive Wirkung auf das Raumklima. Die conlino Lehmfarbe besteht aus farbigen Tonen, Lehmen und Marmormehl mit einer geringen Beimischung von Zellulose und pflanzlicher Stärke. Die Farbgebung ist rein natürlich, ohne Zugabe von Pigmenten. In der Regel erfolgt ein zweimaliger Auftrag mit zwischenzeitiger Trocknung. Der conlino Lehm-Streichputz-Zusatz als Zugabe zur Lehmfarbe ergibt einen körnigen, strukturbildenenden Anstrich.

Kalkfarben

Kalkfarben und Kalk-Kaseinfarben haben genau wie Lehmfarben eine gute Deckkraft und eignen sich ebenfalls als Anstrichmaterial für Lehmputze. Kalkfarben sind möglichst dünn und gleichmäßig aufzutragen, da es bei einem zu dicken Auftrag zur Rissbildung kommen kann. In der Regel sind bei Kalkfarben daher 2-3 Anstriche notwendig.

Silikatfarben, Dispersionsfarben

Von der Verwendung reiner Silikatfarben raten wir aufgrund der hohen handwerklichen Anforderungen ab. Dispersions-Silikatfarben sowie auch andere Dispersionsfarben können verwendet werden, schränken jedoch die Eigenschaften der Lehmputze, vor allem die Sorptionsfähigkeit, stark ein.

Tapezieren

Lehmputze werden in der Regel als Sichtputzflächen ausgeführt und gestrichen. Durch das Tapezieren der Flächen werden die Eigenschaften des Lehmputzes eingeschränkt. Es ist jedoch möglich, glatte und strukturarme Lehmputze wie alle anderen Putze auch überzutapezieren. Vor dem Tapezieren sollte der Lehmputz einmal mit einer Farbe oder Grundierung behandelt werden.

Fliesen

In Bereichen, in denen Fliesen großflächig als Wasserschutz eingesetzt werden, ist Lehmputz als Untergrund nicht zugelassen. Kleine Lehmputzflächen, die nicht unmittelbarer Spritzwasserbereich sind, können mit Fliesen versehen werden. Hier wird als Vorbehandlung ein Tiefengrund verwendet, der mehrmals aufgetragen wird. Anschließend werden die Fliesen mit einem flexiblen Fliesenkleber angebracht.
Grundsätzlich ist jedoch das Verfliesen von Lehmputzen eher fraglich, da die Eigenschaften des Lehmputzes unter der dichten Fliese nicht zur Wirkung kommen.

Tabelle: Putzaufbauten auf einen Blick

Die Tabelle zeigt Putzaufbauten, die in der Praxis häufig vorkommen. Dünnlagige Putze werden als Finishputze eingesetzt. Dies erfordert einen ebenmäßigen Untergrund, der als Putzlage (1. Lage) ausgeführt wird oder im Bestand vorhanden ist. Ein Vorspritz ist nur bei nachfolgendem flächigem Verputz mit ca. 1 cm Putzstärke möglich. Lehmputze werden in der Regel 2-lagig ausgeführt; dreilagige Putzaufbauten sind nur in Zusammenhang mit Wandheizung oder Ausgleichslagen einzusetzen.

Tabelle: Putzaufbauten auf einen Blick
Tabelle: Putzaufbauten auf einen Blick



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