Lehmtechnik - Fachbegriffe

Bei der täglichen Arbeit mit Lehm stoßen Händler und Handwerker auf eine Vielzahl von Fachbegriffen. Deshalb möchten wir Ihnen hier einige dieser Fachwörter kurz und bündig näherbringen.

Links im Menü finden Sie die Fachbegriffe alphabetisch sortiert. Die Liste wird natürlich kontinuierlich fortgesetzt.


B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M   N  O  P   Q  R   S  T  U  V  W  X  Y  Z

A wie ...

Adobe
Im Spanischen werden Lehmziegel Adobe genannt. In Frankreich ist es die Bezeichnung für grüne Steine. Adobe ist im Prinzip nichts anderes als die Bezeichnung für einen luftgetrockneten Lehmziegel.

Alaun
Das Grundiermittel für Gips- und Lehmoberflächen härtet durch das Kristallisieren von Salz den Putz aus und erschafft eine Sperrschicht gegen wasserlösliche Stoffe. Außerdem vermindert es die Saugfähigkeit mineralischer Untergründe.

Armierung, auch: Putzbewährung
Die Armierung in Form des Glasfasergitter- oder Jutegewebes hat die Aufgabe, Zugspannungen aufzunehmen, die im Putz auftreten können. Dadurch soll die Gefahr der Rissbildung verhindert oder minimiert werden. Die Gewebe werden im äußeren Drittel des Putzaufbaus eingelegt und müssen an den Gewebestößen mindestens 10 cm überlappen.

Absorption
Beschreibt die Reflektion und Aufnahme von Licht auf einer Oberfläche. (Absorption – Wikipedia)

Altbau
Bezeichnet ein Wohngebäude mit alten Bauweisen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. (Altbau – Wikipedia)

Außendämmung
Eine Reihe von Maßnahmen, um ein Haus von außen zu dämmen.

Abriebfestigkeit
Bezeichnet die Widerstandsfähigkeit von festen Oberflächen gegenüber den mechanischen. (Abriebfestigkeit – Wikipedia)

Acrylate
Farbloser Kunststoff, der zur Herstellung von Textilien und Farben verwendet wird. (Wasserlösliche Farbe, die auf Acrylsäure basiert.
(www.wortbedeutung.info/Acryl/)

Aufbereiten
Ziel der Aufbereitung ist die Herstellung einer verarbeitungsfähigen, homogenen Masse aus den Ausgangsstoffen sowie die Aufschließung und gleichmäßige Verteilung der bindekräftigen Tonminerale. Bei der Aufbereitung muss die Verunreinigung durch jederlei Humus sicher verhindert werden. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Anmachwasser
Wasser, welches Baustoffe wie z.B. Mörtel, Gips oder Zement verarbeitungsfähig macht und den Abbinde Prozess in Gang bringt. (Quelle: Wikipedia)

Ausfachen/Ausfachung
Es handelt sich um die Füllungen zwischen dem hölzernen Ständerwerk, wobei sie entweder mit Sichtmauerwerk oder nur verputzt vorkommen können. (hausbauberater.de)

Anwendungsklassen
Beschreibt für welche Anwendungen bestimmte Materialien geeignet/zugelassen sind.

Ausgleichsschicht
Oftmals die erste Schicht Lehm-Unterputz, mit der große Unebenheiten ausgeglichen werden.

 

B wie ...

Baulehm
Mit Baulehm bezeichnet man puren Lehm, der aufbereitet und fein vermahlen wurde. Er ist der Rohstoff für unsere Lehmbaustoffe, wie beispielsweise Lehmputze oder Strohlehm.

Blähton
Blähton ist ein natürlicher Bau- und Werkstoff aus Ton. Nachdem der Ton zunächst gereinigt, zerkleinert und homogenisiert wurde, wird er in einem speziellen Ofen bei bis zu 1200 °C gebrannt. Blähton wird u. a. im conluto Blähton-Leichtlehm verwendet, der als Füllmaterial für Innenschalen zur Außenwanddämmung und zur Erstellung von Leichtlehmwänden benutzt wird. Aufgrund seiner geringen Feuchte kann er dort eingesetzt werden, wo die Austrocknung durch andere Bauteile verzögert wird.

Bewurf (aus Strohlehm)
Strohlehm-Rohmasse wird hauptsächlich in der Baudenkmalpflege für die traditionelle Ausfachung mit Flechtwerk genutzt. Hierzu wird das hölzerne Flechtwerk mit dem Strohlehm beworfen. Außerdem kann Strohlehm-Rohmasse als Deckenfüllung dienen.

Baubiologie
Baubiologie ist ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner gebauten Umwelt, aber auch die umweltfreundliche und schadstoffminimierte Ausführung der Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken. (Quelle: Wikipedia.de)

Baukultur
Herstellung und Umgang von und mit gebauter Umwelt. (Quelle: Bundesministerium des Inneren für Bund und Heimat)

Bauphysik
Bereich der Physik, der in der Bautechnik angewandt wird. Hier werden Werte wie Wärme, Schall, Feuchtigkeit, etc. geprüft.

Baustoffklasse
Hier werden Baustoffe gemäß ihres Brandverhaltens klassifiziert.

Blähglas
Ist ein Granulat, welches aus Recycling-Glas hergestellt wird. Es dient als Schüttung und als Leichtzuschlag für diverse Baustoffe.

Blower Door-Test
Mit dem Blower-Door-Test wird geprüft, wie luftdicht ein Gebäude ist. Es werden Lecks aufgespürt und entsprechend repariert, um eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen.

Beton
Baustoff, bestehend aus Zement, Wasser und Sand/Kies.

Bindemittel
Sind Stoffe, mit denen die einzelnen Bestandteile eines Baustoffs sowohl untereinander als auch mit dem Untergrund verbunden werden. (Quelle: Baunetzwissen.de)

Befestigung
Etwas widerstandsfähig oder haltbar machen.

Brandschutz // Brandschutzklasse
Maßnahmen, die ergriffen werden, Brände durch Feuer oder Rauch zu verhindern. // Klassifizierung von Baustoffen in Bezug auf ihre Brennbarkeit.

Beständigkeit
Haltbarkeitsdauer von Gebäuden oder Baustoffen in Bezug auf bestimmte Einflüsse, wie z.B. Witterung, Frost, altersbedingter Zerfall, etc.

Biegezugfestigkeit
Die als Biegezugfestigkeit definierte Kenngröße bezeichnet die maximale Aufnehmbare Spannung eine Lehmputzes bis dieser reißt. (Quelle: Wikipedia.de)

 

C wie ...

conluto
conluto ist unser Firmenname und eine kreative Wortneuschöpfung. Für die Namensfindung begaben wir uns zu den Ursprüngen der Sprache - zum Latein: Alte Sprache, alter Baustoff, wie passend! „Luto“ ist das lateinische Wort für Lehm. Von da war es zum italienischen „con“ für „mit“ nicht mehr weit. „conluto“ bedeutet also „mit Lehm“.

Cellulose
Ist die häufigste organische Verbindung, der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden und das zahlreichste Polysaccharid (Vielfachzucker). In erster Linie kennt man Cellulose als wichtigen Rohstoff zur Papierherstellung. Dort wird sie als Bindemittel eingesetzt. Doch auch bei Edelputz, Lehmfarbe oder Streichputz kommt ihre Eigenschaft als wirksames Bindemittel zum Einsatz. Hier wird die sogenannte Methylcellulose eingesetzt, um den Lehm zu stabilisieren. Mit Cellulose angereicherte Lehmputzmörtel sind abriebfester.

Carnaubawachs
Wird aus den Blättern der in Brasilien wachsenden Carnaubapalme gewonnen. Als gesundheitlich unbedenkliches Wachs wird es in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie, aber auch bei Medikamenten eingesetzt. Carnaubawachs ist frei von Duftstoffen und gilt als das härteste bekannte Wachs. Pur auf Stampflehm-Fußboden aufgetragen, verleiht Carnaubawachs-Emulsion diesem einen natürlichen Schutz gegen mechanischen Abrieb, Schmutz und Feuchtigkeit.

CO²-Bilanz
Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, der entsteht oder verursacht wird.

Cradle-to-cradle
Grundgedanke: Produkte sollen so hergestellt werden, dass sie keinen Müll verursachen, sondern nur Rest oder Nährstoffe, die wieder im Kreislauf einfließen, dem Kreislauf der Natur entsprechend.

 

D wie ...

Dampfsperre
Die meist auf der Innenseite der Dämmung angebrachte Schicht verhindert eine unzulässig hohe Durchfeuchtung durch eindiffundierenden Wasserdampf.

Dampfbremse
Im Gegensatz zur Dampfsperre erlaubt eine Dampfbremse eine geringe Diffusion. Die Folie oder Pappe schränkt die Diffusion von Wasserdampf und das Strömen von Innenraumluft in die Wärmedämmung des Gebäudes ein. Sie wird in der Regel innenseitig zur Dämmschicht angebracht.

DIN-Norm
DIN Normen garantieren mit festgelegten Merkmalen für Produkt und Hersteller dem Verbraucher eine deutschlandweit vergleichbare Qualität. Im Lehmbau wurden bisher keine DIN Normen eingeführt, doch liegen seit Juni 2012 bereits Norm-Entwürfe für Lehmsteine (DIN 18945), Lehmmauermörtel (DIN 18946) und Lehmputzmörtel (DIN 18947) vor, die unter anderem Daten zu Anforderungen und Prüfverfahren enthalten. Die Norm-Entwürfe können beim Deutschen Institut für Normung (www.din.de) bestellt werden. conluto Inhaber Jörg Meyer sitzt im zuständigen DIN Ausschuss und setzt sich somit für eine deutschlandweite Normung von Lehmbaustoffen ein.

Dämmputz
Putz mit dämmender Wirkung zum Ausgleich von Wärmeverlusten.

Dämmung
Baustoff zur Isolierung gegen Wärme und Schall.

Dämmwert
Der Dämmwert, auch U-Wert gibt an, wieviel Wärme pro m² Wandfläche nach draußen entschwindet, wenn es draußen um ein Grad kälter ist als drinnen.

Dampfdiffusion
Durchgang von Feuchtigkeit durch ein Bauteil in Form von Wasserdampf.

Deckenheizung
Flächenheizung, die direkt an einer Zimmerdecke verlegt wird.

Denkmalpflege-/schutz
Maßnahmen aus Technik, Handwerk und Kunst zum Erhalt von Kulturdenkmalen.

Diffusion
Darunter versteht man physikalisch gesehen das Verteilen und Durchmischen von Teilchen verschiedener Stoffe.

Dispersion
Bedeutet im Allgemeinen Zerstreuung oder Verteilung. Bei einer Mischung ist eine Substanz in feinster Form in einer anderen Substanz verteilt.

Deckenschüttung
Füllmaterial zwischen Deckenbalken als Schallschutz.

Deckenauflage
Teile der Deckenkonstruktion, die oberhalb der Rohdecke aufgetragen werden, z.B. Bodenbeläge, Estrichkonstruktionen, etc. (Quelle: Ausbauundfassade.de)

Deklaration
Kennzeichnung von Baustoffen mit allen erforderlichen Werten, sichtbar auf Verpackungen oder als technisches Merkblatt.

Druckfestigkeit
Beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Baustoffes gegen Druck.

Dünnlagenputz
Putz an der Oberfläche, der in der Regel nicht stärker als max. 5 mm aufgetragen wird als Untergrund für z.B. Farbe.

 

E wie ...

Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die EnEV ist ein Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechts und schreibt vor, welche bautechnischen Standardanforderungen Wohn- und Büro-, zum Teil aber auch Betriebsgebäude, erfüllen müssen, um einen effizienten Betriebsenergieverbrauch zu erzielen. Die erste Fassung trat 2002 in Kraft und wurde zuletzt 2009 aktualisiert und ergänzt. Das GEG löst seit 2020 die EnEV ab und verbindet alle drei älteren Richtlinien zur Energieeffizienz in Gebäuden. 

Einbaufeuchte
Während der Bauzeit werden viele Baustoffe mit einem erhöhten Feuchtegehalt verwendet. Dabei wird jedoch oft die Gesamtfeuchtigkeit des Bauwerkes unterschätzt, sodass der Feuchteeintrag über 20 Prozent liegt. Wenn die Baukonstruktion dann diffusionsdicht verschlossen wird, kann es zu Bauschäden und Schimmelbildung kommen. Das conluto Trocknungsprotokoll hilft Ihnen beim Einhalten von Trocknungszeiten beim Putz sowie der Dokumentation gegenüber Ihrem Bauherrn.

Erdfeucht
Erdfeucht bezeichnet einen Zustand, in dem conluto Lehm erworben werden kann. Der Lehm wird nicht künstlich getrocknet, sondern so wie abgebaut vermischt und verarbeitet. Das spart Energie und ist somit doppelt umweltfreundlich.

Edelputz
Ist eine trockene, maschinengängige Fertigmischung aus wasserlöslichem, mit Pflanzenstärke und Zellulose stabilisiertem Lehmfarbputz. (Quelle Wikipedia)

Elektroinstallation
Bezeichnet elektrische Anlagen für Nieder-, Kleinspannung und Signalübertragung sowie deren Herstellung. (Quelle Wikipedia)

Elektrostatik
Teilgebiet der Physik, das sich mit ruhenden elektrischen Ladungen, Ladungsverteilungen und den elektrischen Feldern geladener Körper befasst.

Entflammbarkeit
Ist ein Maß dafür, wie leicht sich ein brennbarer Stoff entzündet. (Quelle Wikipedia)

Eco-/logic "der ökologisch handelnde Mensch"
Dabei handelt es sich um ein Modell, das zur Beschreibung des Handelns eines Menschen genutzt werden kann. (Quelle Wikipedia)

Einbetten
So bezeichnet man das Einlegen eines Armierungsgewebes in den Lehmputz.

Eckschutzschiene
Als Putzprofile und Eckschutzschienen können verzinkte, Edelstahl- oder Kunststoffprofile verwendet werden. Sie werden mit Binder auf Gipsbasis oder besser mit mineralischen Ansetzmörtel angesetzt, jedoch sind mehr Befestigungspunkte als üblich vorzusehen. Verzinkte Profile sollten an den Schnittstellen mit Zinkspray vorbehandelt werden.

 

F wie ...

Fliesen und Lehm
Für Fliesen ist Lehm grundsätzlich kein zugelassener Untergrund. Jedoch können Fliesen in nicht
Spritzwasser ausgesetzten Bereichen unter Vorbehalt angebracht werden, z. B. als Sockelfliesen. Dazu wird
der Lehmgrundputz (keine Lehmedel- oder Feinputzlage) mit Tiefengrund mehrfach verfestigt und die
Fliesen anschließend mit einem Flex Kleber angesetzt. In Nassbereichen würde Feuchtigkeit durch Fugen
eindringen und die Haftzugfestigkeit des Lehmputzes trotz Verfestigung herabsetzen und nicht mehr
ausreichen. Ein Plattenwerkstoff oder chemisch abbindender Putz ist als zu fliesender Untergrund in jedem
Fall vorzuziehen. Das Verfliesen von Lehmputzen ist ohnehin fraglich, da die positiven Eigenschaften des
Lehms unter der dichten Fliese nicht zum Tragen kommen.

Feuchte
Lehm ist unter anderem wegen seiner guten Feuchteabsorption ein beliebter Baustoff. Doch in luftdichten Neubauten und sanierten Altbauten sind häufig Lüftungsanlagen verbaut, bei denen eine zu hohe
Luftwechselrate eingestellt ist, wodurch die Feuchtigkeit abgelüftet wird. Dies führt dazu, dass der Lehm die
Raumluftfeuchte nicht wie gewünscht speichern und nach Bedarf wieder an die Raumluft abgeben kann. Um
die Eigenschaften des Lehms wieder nutzen zu können, empfiehlt sich das Reduzieren der Luftwechselrate.
Bei der Verwendung von Lehmbaustoffen im Neu- oder sanierten Altbau kann durch die Feuchtespeicherung
des Lehms auf kleinere Lüftungsanlagen oder eine durch den CO2-Gehalt gesteuerte Anlage zurückgegriffen
werden. Das spart Kosten und Energie.

Fugen im Sichtfachwerkbereich
Der Außenputz von Sichtfachwerk ist an Wetterseiten besonderen Belastungen ausgesetzt. Wasser, das durch die Randfugen eindringt, könnte die aus einem diffusionsoffenen Kalkputz bestehende Putzdeckschicht vom weichen Untergrund ablösen. Aus diesem Grund darf hier nur ein Lehmstein der Anwendungsklasse I genutzt werden, der ein geringes Quellverhalten aufweist. Etwaige entstandene Fugen dürfen nicht mit dauerelastischer Fugenmasse, wie Acryl oder Silikon abgedichtet werden, da diese die Austrocknung eingedrungener Feuchte verhindern und dies zu Schäden am Holzbauteil führt.

Fachwerk
Bei einem Gebäude aus Fachwerk besteht das Grundgerüst aus Balken, deren Zwischenräume mit Ziegeln,
Lehm, o.ä. ausgefüllt sind.

Feinputz
Als Feinputz werden besonders feine Putze, d.h. Putze mit einer sehr feinen Körnung bezeichnet. Feinputze
werden überwiegend als Oberputze oder Finish Putze an Wänden und Decken verwendet.

Feuchtetransport
Bestimmte Baustoffe wie Lehm nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Dies geschieht durch Diffusion (planmäßig), Konvektion (unvorhergesehen durch Luftströmung), kapillare Leitung (enge Röhren, Spalten) und Sorption (sh.Sorptionsverhalten/Sorption). (Quelle:wissenwiki.de)

Flächenheizung
Heizsysteme, die großflächig und unsichtbar in Räumen verlegt werden, z.B. Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung.

Festigkeit
Die Festigkeit eines Werkstoffes beschreibt die Beanspruchbarkeit durch mechanische Belastungen, bevor es zu einem Versagen kommt. (Quelle: Wikipedia.de)

Fasern
Fasern sind z.B. pflanzliche Fasern (wie Flachs, Hanf, Jute) und dienen als Zuschlagstoff für Lehmmischungen.

Fetter Lehm
Lehm mit einem sehr hohen Tonanteil.

Filzen
Abreiben des Putzes mit einem Filzbrett. Dadurch entsteht eine glatte Oberfläche.

Freifallmischer
Diesen Mischer Typ gibt es in zwei Baugrößen. Als Kleingerät mit ca. 100 Litern oder als industrielle Baugröße mit 0,5 und mehr Kubikmeter Fassungsvermögen. Das Grundprinzip ist gleich. Der Mischvorgang erfolgt in einer schräg gestellten, drehbaren Trommel. In dieser Schräglage der Trommel erfolgt auch die Beschickung durch die Trommelöffnung. Im Innern der Trommel befindet sich eine Spirale, die bei jeder Drehung einen Teil des Mischguts aufnimmt und anhebt. Bei Erreichen des oberen Drittels der Trommeldrehung fällt das Gut nach unten, daher der verwendete Begriff Freifallmischer. Der Mischprozess findet beim Fallen und beim Aufprall des Mischguts sowie bei der Auswahl der Teilmenge für den Anhebe Vorgang statt. (Quelle: wikipedia.de)

Fugenarmierung
Um Spannungsrisse in Platten oder im Mauerwerk zu vermeiden, werden die Stoßbereiche mit einem Armierungsgewebe versehen und entsprechend verputzt, so dass sich der Fugenbereich nicht im fertigen Putz abzeichnet.

Fermacellplatten
Im Gegensatz zu Rigipsplatten wird dem Gips der Fermacellplatten zerkleinertes Altpapier zugesetzt. Dies verleiht den Platten ihre Steifigkeit und sie brechen nicht so schnell wie Rigipsplatten.

 

G wie ...

Gefach
Als Gefach wird bei einem Fachwerkhaus der Teil einer Wand bezeichnet, der sich zwischen den Holzbalken befindet. Ist dieser Teil ausgefüllt mit Steinen bspw., bezeichnet man diesen Bereich oder besser gesagt seinen Inhalt als Ausfachung.

Gewebe
Siehe unter A, wie Armierung

Grubenlehm
Der Grubenlehm muss frei von Wurzeln und jeglichen Humusanteilen sein. Er ist sozusagen der gewachsene Lehm aus dem Boden und wird erdfeucht entnommen.

Grundierung
Eine Grundierung wird dann aufgetragen, wenn für mehr Festigkeit, Griffigkeit und Haftung des Putzgrundes gesorgt werden muss. Hierfür kann ein Spritzbewurf aus Lehm verwendet werden oder eine körnige Untergrundvorbehandlung, wie die conluto Wand- und Deckengrundierung, die es fertig im Handel zu kaufen gibt.

Glimmer
Als Glimmer bezeichnet man ein glänzendes Material, welches in vielen Gesteinsarten vorkommt. Dem
Edelputz beigemischt sorgt er für ein funkelndes Glänzen auf Wand- und Deckenflächen.

Grünlinge
Andere Bezeichnung für schwere Lehmsteine.

Geruchsbindung:
Mit bestimmten Mitteln können Gerüche gebunden werden, d.h. Geruchsmoleküle sind gebunden in etwas. Dies sorgt für eine Neutralisation der Gerüche.

Gipsfaserplatte
Sind Platten mit Fasern armiert ohne Kartonbeschichtung. Die Platten können z. B. als Trockenputz für Wände, für direkt befestigte Deckenbekleidungen oder abgehängte Decken, für Trennwände oder als Bekleidung von Stützen und Trägern verwendet werden. (Quelle baunormenlexikon)

Gipskartonplatte
Baustoff aus Gips mit beidseitiger Kartonage Beschichtung.

Gasbetonsteine
Werden auch Porenbetonsteine oder Ytong Steine genannt. Sie eignen sich vor allem zum Mauern von Innenwänden. Wie bei jeder Mauer ist es wichtig, dass der Untergrund eben ist. Bei Gasbetonsteinen spielt zudem die Saugfähigkeit des Materials eine Rolle. (Quelle praxistipps.focus)

Glätten
Bezeichnet den Vorgang, eine Oberfläche mit Hilfswerkzeugen in eine glatte und ebene Fläche zu bringen.

 

H wie ...

Hanf
Hanf ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze (Fasern, Samen, Blätter, Blüten) werden ungenauer Weise ebenfalls als Hanf bezeichnet. Aus diesen Pflanzenteilen können, je nach verwendeter Art der Gattung, verschiedene Produkte hergestellt werden. (Quelle: Wikipedia Hanf)

Holzbau
Als Holzbau wird der Bereich des Bauwesens bezeichnet, der den Baustoff Holz nutzt, aber auch ein in Holzbauweise errichtetes Bauwerk selbst. Neben Vollholz werden auch Holzwerkstoffe eingesetzt. (Quelle: Wikipedia Holzbau)

Holzfaserdämmplatte
Sind Dämmplatten, die aus Holzfasern gefertigt werden. Sie dienen als Putzträgerplatte für Innenputze wie
dem Lehmputz.

Holzpilz
Pilze, die sich von Holz ernähren.

Holzrahmenbau
Die moderne Form des Skelettbaus ist die Holzrahmenbauweise. Hier besteht das Außenwand-Tragwerk aus im Werk vorgefertigten Holzrahmen, die in der Regel geschossweise gefertigt und auf der Baustelle von außen mit Holzwerkstoffen und von innen zum Beispiel mit Lehmbauplatten beplankt werden. (Quelle:
www.baustoffwissen.de)

Holzschutz
Umfasst alle Maßnahmen, die eine Wertminderung oder Zerstörung von Holz vor Schädigungen durch Witterung, Insekten und Pilze vermeiden um eine lange Lebenserhaltung sicherzustellen. (Quelle: Wikipedia Holzschutz)

Hygroskopie
Bezeichnet in der Chemie und Physik die Eigenschaft von Stoffen, Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden. (Quelle: Wikipedia)

Hydrophobie
Ist ein Zusammenschluss unpolarer Gruppen oder Moleküle in einer wässrigen Umgebung, aufgrund der Tendenz von Wasser, unpolare Gruppen oder Moleküle auszuschließen. (Quelle: Wikipedia Hydrophobie)

Härte
Härte ist der mechanische Widerstand, den ein Werkstoff der mechanischen Eindringung eines anderen Körpers entgegensetzt. Je nach Art der Einwirkung unterscheidet man verschiedene Arten von Härte. (Quelle: www.geothermie.de)

Haftfestigkeit
Beschreibt ein Maß an Kraft oder Druck, was benötigt wird, um eine Lage oder Schicht eines Materials vom anderen zu trennen. Die Haftfestigkeit lässt sich durch Tests ermitteln. (Quelle: www.bedeutung-vonwoertern.com)

Holzwolle-Leichtbauplatten/ Heraklith-Platten
Sind Bauplatten, die aus Holzwolle und Bindemitteln auf mineralischer Grundlage bestehen. Werden als verputzbare Dämmplatte im Innen- und Außenbereich verwendet. Quelle Wikipedia Holzwolle-Leichtbauplatten)

Humus
Als Humus wird die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz bezeichnet. (Quelle: www.bodenwelten .de)

 

I wie ...

Innenausbau
Alle Baumaßnahmen der Gewerke, die nicht zum Rohbau oder der zu erstellenden Gebäudehülle gehören. (Quelle: Wikipedia Innenausbau)

Innendämmung
Der Begriff Innendämmung fasst Dämmmaßnahmen für Gebäude zusammen, bei denen der Dämmstoff von innen auf Außenwänden sowie Decken angebracht wird, die an kalte Außenbereiche grenzen. (Quelle: Wikipedia)

Innovation
Eine Innovation ist eine geplante und kontrollierte Veränderung oder Neuerung, die sich durch neue Techniken und Ideen auszeichnet. Im Allgemeinen kann damit auch eine Reform gemeint sein, also die Einführung von etwas Neuem. (Quelle: www.neueswort.de)

Installation
Einbau oder das Einsetzen von z.B. elektrischen Leitungen oder sanitären Anlagen in ein Gebäude.

Interieur-/design
Unter Innenarchitektur (englisch: interior architecture, manchmal auch interior design) versteht man die Planung und Gestaltung von Innenräumen. Sie umfasst technisch-konstruktive Aspekte ebenso wie ästhetisch-künstlerische Belange. (Quelle: Wikipedia Innenarchitektur)

Innenschale
Eine Innenschale ist der innenseitige Teil eines zweischaligen Mauerwerkes, wobei die Innenschale primär eine statische und wärmespeichernde Funktion übernimmt.

 

J wie ...

Japankelle
Ist ein Werkzeug das speziell für den Lehmputz, Edelputz und der Lehm Glätte geeignet ist.

Jute
Ökologisches Armierungsgewebe als Alternative zum Glasgittergewebe

 

K wie ...

Kasein
Ist der Proteinanteil der Milch, der zu Käse weiterverarbeitet wird und nicht in die Molke gelangt. Diese
Proteine sind Bestandteil der Kasein-Grundierung.

Klebe/-Armierungsmörtel
Der conluto Lehm Klebe- und Armierungsmörtel ist eine trockene Fertigmischung zum Ankleben von Dämmund Lehmbauplatten, zum Einbetten von Armierungsgewebe sowie zur Verwendung als Kammspachtelung.

Kondensat-/Feuchte
Bezeichnet das Ergebnis eines Übergangs eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand. Meint oft das Kondenswasser.

Kellenschnitt
Ein Kellenschnitt ist eine Bewegungs- oder Trennfuge im Verputz, die einer späteren unregelmäßigen Rissbildung vorbeugen soll. Mit der Putzkelle wird der relativ frisch aufgebrachte und noch nicht durchgetrockneter Putz bis auf den Untergrund eingeschnitten. (Quelle: Wikipedia)

Kalkanstriche
Ein Kalkanstrich ist kapillar und hochporös und damit sehr feuchte- und gasdurchlässig. Er ist neben Silikat Farbe besonders geeignet, um feuchtes Mauerwerk austrocknen zu lassen. Eine Kalkfarbe wird nicht vom Untergrund abplatzen. (Quelle: Wikipedia Kalkfarbe)
Anstriche werden auf Lehmuntergründen entsprechend der Erfahrung, technischen Regeln und Herstellerangaben ausgeführt. Dünne, offenporige Anstriche wie z.B. Lehm- oder Kalkanstriche sind zu empfehlen. Feste, dicke und schichtbildende Anstriche neigen zum Ablösen. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Kalkputze
Der Kalkputz ist als Baustoff eine Mischung aus Kalk und Sand und wird je nach Zusammensetzung in verschiedene Mörtelgruppen eingeteilt. (Quelle: Wikipedia)

Kalksandstein
Ist ein künstlich hergestellter Mauerstein aus Sand und Bindemittel.

Kapillare Leitfähigkeit
Ist die Grundlage für die Aufnahme, den Transport und die Abgabe von Wasser. Das darin enthaltene Kapillarwasser wandert immer zur trockenen Seite des Bauteils, um an der Oberfläche zu verdunsten. (Quelle: www.bauemotion.de)

Korngruppe
Bezeichnet man eine Gesteinskörnung mittels einer unteren und oberen Siebgröße. Die Korngruppe schließt im Gegensatz zur Kornklasse mit ein, dass bei einer Siebung durch mehrere, immer feinmaschiger werdende Siebe einige Körner auf dem oberen gröberen Sieb liegen bleiben und einige durch das untere feinere Sieb hindurchfallen. (Quelle: Wikipedia)

Korrosion
Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffs mit seiner Umgebung, die eine messbare Veränderung des Werkstoffs bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines mechanischen Bauteiles oder eines ganzen Systems führen kann. (Quelle: www.indumap.de)

Kleister
Bildet in Bezug auf den Auftrag einer Lehmfarbe eine Trennschicht und muss vorab entfernt werden.

 

L wie ...

Lehm
Lehm ist ein Verwitterungsprodukt von Urgestein, das am Ort ansteht oder durch natürliche Prozesse verfrachtet wurde. Lehmvorkommen können regional und örtlich sehr verschiedenartig sein. Lehm ist bautechnisch gesehen ein natürliches Gemisch aus bindekräftigen Tonmineralen und schluffigen, sandigen bis steinigen Bestandteilen, die das Mineralgerüst bilden. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Lehmbau
Lehmbau ist das Bauen mit Lehmbaustoffen in tragender und nicht tragender Anwendung. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Lehmbauplatte
Lehmbauplatten können Gipskartonplatten beim Trockenbau ersetzen, man kann damit vollflächig Innenwände verkleiden, Decken abhängen oder herkömmliche Unterkonstruktionen aus Holz oder Metall beplanken. Platten aus Lehm eignen sich auch um Trennwände zu bauen oder zu Vorsatzschalen und dienen auch gleich als Unterputz. (Quelle: www.haus.de). Die Lehmbauplatte ist die ökologische Alternative zur Rigipsplatte.

Lehmfarbe
Lehmfarbe ist ein natürlicher Baustoff, die aus feingemahlenen Tonmehlen besteht. Als Bindemittel enthält die Naturfarbe natürliche Zellulose, Stärke oder pflanzliches Eiweiß. (Quelle: www.wohnglueck.de)

Lehmglätte
Lehm-Glätte erschafft aus einem einzigartigem Material leicht glänzende, glatte und stark verdichtete Wandoberflächen, die zusätzlich mit Wachs hochglänzend poliert werden können, aber immer noch dampfdiffusionsoffen sind.

Lehmmörtel
Siehe K wie Klebe-/Armierungsmörtel

Lehmprüfverfahren
Das Lehmprüfverfahren ist ein Verfahren, bei dem Baulehm auf seine bautechnischen Eigenschaften hin geprüft wird, um ihn für seine Eignung für die Herstellung von Lehmbaustoffen beurteilen zu können. Hier gibt es verschiedene Versuche, um dieses Verfahren durchzuführen. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Lehmputz
Ökologischer & Ressourcen schonender Innenputz hergestellt aus Baulehm und gemischt körnigem Sand.

Lehmwickel/Eichenweller
Lehmwickel bestehen aus Hölzern, um die eine Mischung aus Lehm und Stroh gewickelt wird. Mit Eichenwellern werden Balkendecken erstellt.

Lehmziegel
Ein Lehmziegel ist ein mit den Händen oder mit einer Verschalung geformter und luftgetrockneter Quader aus Lehm. Fettem Lehm wird Sand beigemischt und manchmal faserhaltige Stoffe wie z.B. Stroh.

Leichtlehm
Leichtlehm ist ein Baustoff aus Baulehm und leichten organischen oder mineralischen Zuschlagsstoffen. (Quelle: Wikipedia Leichtlehm)

Leichtlehmstein
Leichtlehmsteine sind, wenn im traditionellen Handformung nachempfundenen Verfahren hergestellt, für die Ausmauerung von Außenwandgefachen geeignet. Weitere Einsatzgebiete: leichtes nichttragendes Mauerwerk im Innenbereich; Vorsatzschale auf der Innenseite der Außenwand (Innendämmung). (Quelle: www.naturbauhof.de)

Leichtzuschlag
Als Leichtzuschlag werden Zuschläge in Baustoffen bezeichnet, die porenreich sind. Sie werden den entsprechenden Baustoffen hinzugegeben, um z.B. die Wärmedämmung zu verbessern (z.B. Blähton).

Luftdichtigkeit
Die Luftdichtigkeit verringert den unkontrollierten Luftwechsel durch unterschiedliche Druckunterschiede zwischen dem Gebäudeinneren und dem –äußeren. Mangelnde Luftdichtheit führt zu unnötigen Wärmeverlust und Bauschäden durch Tauwasser. (Quelle: www.baunetzwissen.de)

Lüftung
Lüftung oder Lüften bezeichnet die Erneuerung der Raumluft durch den Austausch von Luft zwischen Außen- und Innenräumen in Bauwerken. (Quelle: Wikipedia Lüftung)

Lösemittel
Unter Lösemittel oder Lösungsmittel versteht man einen Stoff (meistens eine Flüssigkeit), der Gase, andere Flüssigkeiten oder Feststoffe lösen kann, ohne dass es dabei zu chemischen Reaktionen zwischen gelöstem Stoff und lösendem Stoff kommt. (Quelle: www.chemie.de)

Lemix
Lemix ist eine moderne Lehmplatte für den Innenbereich und kann wie herkömmliche Gipskartonplatten verbaut werden. Lemix ist ökologisch, baubiologisch und kompostierbar. (Quelle: www.lemix.eu)

Lederhart
Der Putz ist noch nicht vollständig getrocknet, wenn man mit dem Finger drüber geht bleibt aber auch kein Material mehr dran kleben (der Beste Zeitpunkt um den Lehm Edelputz mit dem Schwammreibebrett abzureiben).

Lehmsteine
Lehmsteine werden aus aufbereitetem Baulehm oder anderen Lehmbaustoffen hergestellt und sind i.d.R. quaderförmige Steine, deren alleiniges Bindemittel die Tonfraktion ist. (Quelle: www.baunetzwissen.de)

Lehmschüttung
Lehmschüttungen sind lehmgebundene, schüttfähige Aufbereitungen aus Baulehm und Zuschlagstoffen zur Verfüllung waagrechter Bauteile (z.B. Holzbalkendecken). Sie dienen überwiegend zur Wärme- und
Schalldämmung.

Laibungen
Die Laibung ist die Schnittfläche in einem Mauerwerk, die an Fenster- und Türöffnungen die innere, der Öffnung zugewandte Mauerfläche bildet. (Quelle: Wikipedia Laibung)

 

M wie ...

Mineralischer Zuschlag
Mineralische Zuschläge sind alle porigen natürlichen oder künstlichen Gesteine wie Bims, Blähton, Perlite, Blähschiefer, Blähglas usw. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Mineral
Ein Mineral ist im Gegensatz zum Gestein ein einzelnes Element oder eine einzelne chemische Verbindung, die im Allgemeinen kristallin und durch geologische Prozesse gebildet worden ist. (Quelle: Wikipedia)

Mikroplastik
Als Mikroplastik werden Plastikstücke bezeichnet, welche kleiner als 5 mm sind. (Quelle: www.umweltbundesamt.de)

Mineralwolle
Bezeichnet einen weichen Werkstoff aus künstlich hergestellten mineralischen Fasern. Je nach Ausgangsmaterial unterscheidet man Schlackenwolle, Glaswolle und Steinwolle. Mineralwolle wird als nicht brennbarer Dämmstoff für Wärmedämmung von Häusern eingesetzt. (Quelle: Wikipedia Mineralwolle)

Mauerwerk
Mauerwerk ist ein aus Mauersteinen als Massivbau gefügtes Bauteil. Es wird aus einzelnen Steinen errichtet, während aus Beton monolithische Bauteile gegossen werden. (Quelle: Wikipedia Mauerwerk)

Mauermörtel
Lehm Mauermörtel leicht /schwer zum Verputzen der leichten und schweren Lehmsteine.

Maschinelle Trocknung
Trocknung des Lehm Putzes mit Hilfe von Bautrocknern und Lüftungsgeräten.

Magerer Lehm
Lehm mit einem zu hohen Sandanteil -> wird zu bröselig und haftet nicht am Untergrund. (Quelle: www.bauladen-kirchheim.de)

Mauerwerksfestigkeit
Mauerwerksfestigkeit bei Druckbeanspruchung ohne Einfluss der Verformungsbehinderung durch die Druckplatten und ohne Einfluss der Schlankheit und ausmittiger Belastung. (www.ziegel-technik.at)

Mauerwerksausfachung
Siehe unter A wie Ausfachen/Ausfachung

Mörtel
Masse, mit der Ziegel, Steine o.Ä. zu einer festen Mauer verbunden werden können (Quelle: Wörterbuch)

 

N wie ...

Nachwachsender Rohstoff
Nachwachsende Rohstoffe sind organische Rohstoffe, die aus land- und forstwirtschaftlicher Produktion stammen und vom Menschen zielgerichtet für weiterführende Anwendungszwecke außerhalb des Nahrungs- und Futterbereiches verwendet werden. (Quelle: Wikipedia Nachwachsender Rohstoff)

Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme gewährleistet werden soll. (Quelle: Wikipedia)

Nassbereich
Anderer Begriff für Badezimmer

Neubau
Als Neubau wird in der Regel eine kürzlich fertiggestellte Immobilie bezeichnet. (Quelle: www.exporo.de)

Nichttragende Wände
Als nichttragende Wände werden Bauteile bezeichnet, die für die Standsicherheit der gesamten Konstruktion nicht notwendig sind. Diese Bauteile können nachträglich ausgebaut oder verändert werden, ohne dass dadurch die Gesamtstandsicherheit gefährdet wird. (Quelle: www.baunetzwissen.de)

 

O wie ...

Oberputz
Der conluto Lehm-Oberputz ist ein maschinengängiger Putz hergestellt aus Baulehm, Sand und Strohhäcksel in der Länge bis 10mm. Er wird eingesetzt als ein- oder mehrlagiger Putz auf Mauerwerk, Holzfaserdämmplatten, Schilfrohr und Gipstrockenbauplatten (mit körniger Grundierung).

Organischer Zuschlag
Als organische Zuschläge werden z.B. Kokosfasern und Reispelze verwendet.

OSB-Platte
Ist ein Holzwerkstoff, ähnlich wie eine Spannplatte, die jedoch durch den Aufbau und technischen Eigenschaften dem Furnierholz ähnelt. Auf dieser Platte kann erst geputzt werden, wenn vollflächig Schilfrohr-Putzträger angebracht wurde.

Ökobilanz
Eine Lebenszyklusanalyse (Ökobilanz) ist eine systematische Analyse der Umweltwirkung und der Energiebilanz von Produkten während des gesamten Lebensweges. (Quelle: Wikipedia Lebenszyklusanalyse)

Ökologischer Baustoff
Unter ökologischen Baustoffen versteht man alle Baustoffe, die nachhaltig, natürlich und recyclebar sind.

 

P wie ...

Primärenergie
Von natürlichen, noch nicht weiterbearbeiteten Energieträgern (wie Kohle, Erdöl, Erdgas) stammende Energie (Quelle: Google Wörterbuch)

Perlmutt
Die innerste Schalenschicht (Hypostracum) schalenbildender Mollusken wird als Perlmutt (Perlmutter) bezeichnet. Das Biomineral Perlmutt ist ein Verbundmaterial aus Calciumcarbonat und organischem Material. (Quelle: Wikipedia) Der Perlmutt dient als Effekt-Zuschlag für den Edelputz.

Putz
Als Putz oder Verputz wird im Bauwesen ein Belag auf Außen- und Innenwänden sowie auf Decken bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)

Physikalische Trocknung
Trocknung durch Abgabe des Wassers ohne Hilfsmittel.

Plastizität
Die Plastizität (Formbarkeit) eines Baulehms ist ebenfalls von Art und Anteil der Tonminerale abhängig. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Plattenstöße
Fuge, die entsteht, wenn 2 Platten voreinander gestoßen werden.

Pflanzenstärke
Stärke ist ein Polysaccharid pflanzlicher Herkunft. Stärke dient den Pflanzen als Energiespeicher (Stärke ist das wichtigste Reservekohlenhydrat der Pflanzen). Stärke ist in Wasser nahezu unlöslich, sodass Stärke - im Unterschied zu Glucose - osmotisch unwirksam ist. (Quelle: Wikipedia)

Porenbeton
Porenbeton ist ein hochporöser, mineralischer Baustoff mit geringer Dichte und mit guter Wärmedämmfähigkeit auf der Grundlage von Kalk-, Kalkzement- oder Zementmörtel. (Quelle: Wikipedia Porenbeton)

Planziegel
Ein Planziegel ist ein Ziegelstein, in der Regel ein Lochziegel, bei dem die untere und die obere Auflagefläche glatt („plan“) geschliffen sind. Deshalb können Planziegel mit Dünnmörtel vermauert werden. (Quelle: www.chemie.de)

Putzgrund
Untergrund, auf dem der Putz aufgetragen wird. (Quelle: www.bauemotion.de)

 

Q wie ...

Querlüftung
Lüftung durch öffnen aller Fenster und Türen um ein möglichst gute Luftzirkulation zu bekommen (natürliche Trocknung).

Qualitätssicherung
Qualitätssicherung oder Qualitätskontrolle ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Ansätze und Maßnahmen zur Sicherstellung festgelegter Qualitätsanforderungen. (Quelle: Wikipedia)

 

R wie ...

Raumklima
Das Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit o.Ä. in einem geschlossen Raum. (Quelle: Google Wörterbuch)

Raumluftfeuchte
Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Gehalt von Wasserdampf in der Luft. Die relative Luftfeuchtigkeit wird in der Relation zur max. möglichen Feuchtigkeit (100 %) der Luft mit Wasserdampf angegeben. Der Wert gibt an, wie viel % der max. in der Luft möglichen Feuchte, die Luft tatsächlich enthält. (Quelle: www.baunetzwissen.de)

Recycling
Müllverwertung; Abfallprodukte werden wiederverwertet

Restaurierung
Unter Restaurierung versteht man die Wiederherstellung alter verlorengegangener Zustände z.B. an oder in alten Gebäuden.

Raumtemperatur
Als Raumtemperatur, Lufttemperatur oder Innentemperatur wird die Temperatur bezeichnet, die üblicherweise in bewohnten Räumen herrscht. Sie wird an der Raumluft gemessen. (Quelle: Wikipedia Raumtemperatur)

Rohstoff
(in der Natur vorkommender) Stoff, aus dem etwas hergestellt/gewonnen wird (Quelle: Google Wörterbuch)

Rohdichte
Die Rohdichte, auch scheinbare oder geometrische Dichte oder Raumgewicht genannt, ist die Dichte eines porösen Festkörpers basierend auf dem Volumen einschl. der Porenräume. (Quelle: Wikipedia Rohdichte)

Rastermaß
Achsabstand um eine Unterkonstruktion zu erstellen z.B. für die Lehmbauplatte (Rastermaß: 61,5 cm, halbes Rastermaß: 31,25 cm)

Rissbildung
Rissbildung entsteht, wenn man den Putz zu dick in einer Lage aufträgt. Dem kann mit einem Armierungsgewebe vorgebeugt werden.

Rohrgewebe
Siehe S wie Schilfrohr

 

S wie ...

Sand
Ist ein natürlich vorkommendes, unverfestigte Sedimentgestein mit einer Korngröße von 0,063 – 2 mm. (Quelle: www.chemie.de)

Sanierung
Ist die Wiederherstellung oder Modernisierung eines Bauwerks.

Saugfähigkeit
Fähigkeit Flüssigkeit aufzunehmen wie zum Beispiel der Lehm, der diese wieder abgibt.

Schädlinge
Sind Zerstörer von Pflanzen bis hin zu materiellen Dingen.

Schadstoffe
Sind Stoffe, die die Umwelt beinträchtigen. Diese können langfristige oder kurzfristige Schäden verursachen.

Schallschutz
Soll die Übertragung von Schallquellen vermeiden durch geeignete Maßnahmen, z.B. die Verwendung von schweren Lehmsteinen.

Schilfrohr
Ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schilfrohre innerhalb der Familie der Süßgräser. Sie ist weltweit verbreitet. (Quelle: Wikipedia Schilfrohr) Schilfrohr wird im Bereich Lehmbau als Putzträgergewebe eingesetzt.

Schimmel
Schimmel entsteht, wenn sich feuchte Luft an kalten Oberflächen niederschlägt. Daher ist gerade im Bereich Lehmbau beim Auftrag von Lehmputzen auf ausreichende Querlüftung zu achten.

Schüttung
Siehe L wie Lehmschüttung

Sieblinie
Mit einer Sieblinie kann man die Körnung eines Bodens (Ton, Sand, Kies, Geschiebe) grafisch darstellen. Sie wird ermittelt durch Siebe unterschiedlicher Maschenweite, die den Korngrößen der DIN 4022, DIN 1045 und DIN 18196 entsprechen. (Quelle: Chemie-Schule.de)

Spachtel
Ist eine breiartige Substanz, die für oberflächliche Ausbesserungsarbeiten aufgetragen und nach der Aushärtung glattgeschliffen wird. (Quelle: Wikipedia Spachtel, Spachtelmasse). Beispiele für lehmhaltige Spachtel sind der conluto Wand-und Flächenspachtel oder die conluto Lehm-Glätte.

Spachteltechnik
Die Spachteltechnik ist eine kunstvoll-elegante, dekorative Methode, um Wände zu gestalten. Je nach Ausführung kann diese auch lebhaft bis dramatisch wirken. Die Technik erfordert viel Übung und gelingt oftmals nicht auf Anhieb. (Quelle: www.maler-godenschweig.de)

Staken
Staken sind grob vorbehandelte Hölzer, die u.a. zur Herstellung von Eichenwellern verwendet werden.

Stampflehm
Stampflehm beschreibt eine massive Lehmbauart. Mit Stampflehm werden Wände und Böden hergestellt.

Stopfwolle
Stopfwolle besteht aus Hanf-Naturfasern und wird zum Verfüllen von Fugen und Hohlräumen verwendet, z.B. bei Fenster- oder Türlaibungen.

Streichputz
Streichputz kombiniert alle Vorzüge der Oberflächenstruktur eines Lehmputzes und einer Lehmfarbe in einem Produkt und hat eine fein strukturierte Oberfläche. 

Strohballenhaus
Ein Strohballenhaus ist tatsächlich ein Gebäude, für dessen Wandaufbau Strohballen eingesetzt werden. Bei dieser Bauweise kommen überwiegend lokal beziehungsweise regional verfügbare Ressourcen zum Einsatz. (Quelle: www.drklein.de)

Strohhäcksel
Trockene Getreidehalme, werden als Zuschlagstoff oder Rohstoff für Lehmbaustoffe verwendet.

Strohlehm
Siehe B wie Bewurf (aus Strohlehm)

Sauerkrautplatte
Siehe H wie Holzwolle-Leichtbauplatten

Sanden
Lehmputze sind leicht sandende Untergründe, d.h. auf der Oberfläche befinden sich lose Sandkörner, die durch Reiben oder Berührung abfallen können.

Sustainable
Auf Deutsch = nachhaltig

Strahlung
Ausbreitung von Energie oder Materie in Form von Strahlen, die von einer Strahlenquelle ausgehen (Quelle: Google Wörterbuch)

Sorptionsfähigkeit /Sorption
Selektive Aufnahme eines Gases oder gelösten Stoffes durch einen porösen festen oder einen flüssigen Stoff.

Stapeltechnik
Lehmstapelwände sind trocken ohne Mörtel aufgesetzte, nichttragende Vorsatzschalen oder Ausfachungen. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Schwindrisse
Unbedenkliche Risse, die bei hohen Schichtstärken z.B. beim Lehm Unterputz auftreten. Diese können mit der 2. Putzschicht einfach wieder zugeputzt werden und sind unbedenklich.

Spritzwasserbereich
Bezeichnet man den Bereich z.B. über dem Waschbecken, in der Dusche oder direkt über der Badewanne. Hier sollte nicht mit Lehm gearbeitet werden!

Salzausblühung
Die Ausblühung, auch Effloreszenz genannt, zählt zu den Bauschäden und bezeichnet Ablagerungen von meist weißem Pulver oder Kristallen aus löslichen Salzen auf der Bauwerksoberfläche. Ist eine Salzausblühung hart und kompakt, spricht man von einer „Salzkruste“ (Quelle: Wikipedia Ausblühung)

Schlagregen
Als Schlagregen wird Regen bezeichnet, der vom Wind aus seiner lotrechten Fallrichtung abgelenkt wird. Die Regentropfen können so auch senkrechte Flächen erreichen, die durch ein Gesims, eine vorstehende Mauerkrone oder einen Dachüberstand geschützt sind. (Quelle: Wikipedia Schlagregen)
Ungeschützte Lehmbaustoffe sind wasserempfindlich. Auch kurzzeitige Einwirkung von Wasser (Schlagregen, Rohrbruch, Hochwasser) kann die Standsicherheit gefährden (Quelle: Lehmbau Regeln)

Schlämme
Grundierung oder Voranstrich aus dünn angerührtem Lehm auf verschiedenen Untergründen, wie z.B. alte und feste Lehmputze, Lehmziegel, etc.

Schluff
Unter Schluff versteht man Feinböden unterschiedlicher Abkunft, sowie unverfestigte klastische Sedimente, deren mineralische Bestandteile überwiegend eine Korngröße von 0,002 – 0,063 mm aufweisen. (Quelle: Wikipedia Schluff)

Schwindmaß
Bezeichnet die Volumenverringerung durch Austrocknen des Materials (Schwinden)

Sichtfachwerk
Das besondere Merkmal eines Fachwerkhauses ist das Sichtfachwerk. Der Wechsel von Holzbalken und verputzten Gefache charakterisiert diese traditionelle Bauform. (Quelle: www.david-gerzen.de)

Sperrschicht
Lage aus Kunststoff-Folie oder Dachpappe zur Abdichtung von Wänden gegen aufsteigende Feuchtigkeit.

Spritzbewurf
ist ein dünnflüssig aufgespritzter Mörtel zur Vorbereitung des Untergrunds für einen nachfolgenden Putzauftrag. Zu unterscheiden ist Spritzbewurf von Spritzputz. Während Auftragsweise und Schichtstärke sich ähneln, dient Spritzputz als dekorativer Oberputz. (Quelle: Wikipedia Vorspritzer)

Strangpressverfahren
Das Strangpressverfahren wird unter anderem auch bei Lehmsteinen angewendet. Im Strangpressverfahren werden die Steine von einem durch ein Mundstück gepressten Strang abgeschnitten. Durch optimierte Zuschläge und verringerten Pressdruck kann eine ausreichend homogene Struktur erreicht werden. (Quelle: Lehmbau Regeln)

 

T wie ...

Taupunkt
Der Taupunkt, ist bei Luft mit bestimmter Luftfeuchtigkeit diejenige Temperatur, die bei konstantem Druck unterschritten werden muss, damit sich Wasserdampf als Tau oder Nebel abscheiden kann. (Quelle: Wikipedia Taupunkt)

Tauwasser
Bezeichnet das Wasser, das sich an einer kühlen Oberfläche von Gegenständen niederschlägt.

Trockenbau
Trockenbau bezeichnet die Herstellung oft raumbegrenzender, aber nicht tragender Bauteile im Bauwesen. Es werden überwiegend plattenförmige Bauteile durch Nageln, Schrauben, Stecken oder Kleben verbunden. (Quelle: Wikipedia Trockenbau)

Topfkonservierer
Ein Konservierer (Topfkonservierer) enthält einen oder mehrere Wirkstoffe und ist dazu bestimmt, gegen Schadorganismen (z.B. Pilze und Bakterien) zu wirken, die schädlich für die Haltbarkeit eines Produktes sind.

Trockenlehm
Trockenlehm ist getrockneter, ggf. gemahlener Grubenlehm. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Tapeten auf Lehmputz
Für Tapezierungen können ausreichend glatte Lehmputze ggf. mit einer geeigneten Grundierung vorbehandelt werden. Zum späteren Ablösen der Tapete kann Makulatur geklebt werden. Abzulösende Tapeten sind sorgfältig zu nässen. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Tonmehl
Tonmehl ist getrockneter, gemahlener Ton. Tonmehl kann auch zur Erhöhung der Bindekraft von mageren Baulehm verwendet werden. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Tonminerale
Tonminerale (Plättchen förmige Kristalle) sind sehr weich und reagieren plastisch auf mechanische Beanspruchung. Sie wandeln sich beim Erhitzen in härtere und festere Minerale um (Keramik). Tonminerale besitzen eine große spezifische Oberfläche.

Tragende Wände
Wände und Pfeiler gelten als tragend, wenn sie vertikale und/oder horizontale Lasten aufnehmen und/oder zur Knickaussteifung von tragenden Wänden dienen. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Trocknungsprotokoll
Zu langsam trocknende Lehmputze können schimmeln. Dies kann vermieden werden, wenn die ordnungsgemäße Trocknung in kurzen Zeitabständen verantwortungsvoll überwacht wird, z.B. in Form eines Trocknungsprotokolls. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Trocknungsschwindmaß
Siehe S wie Schwindmaß

 

U wie ...

Umgebindehaus
Das Umgebindehaus ist ein besonderer Haustyp, der Blockbau-, Fachwerk- und Massivbauweise miteinander verbindet. (Quelle: Wikipedia Umgebindehaus)

Untergrund
Grundfläche Wand oder Boden (z.B. Mauerwerk, Fliesen, Beton, etc.). Der Untergrund ist die Grundlage in einem Gebäude.

Unterputz
Als Unterputz wird die 1. bzw. unterste Lage eines zwei- oder mehrlagigen Putzes bezeichnet. Sie dient als Haftgrund, Ausgleich und Putzuntergrund für die nächste Putzlage.

 

V wie ...

Vorsatzschalung
Ist ein tragfähiges Bauelement, welches mit der umgebenden Bauwerksstruktur verbunden ist.

Verlorene Schalung
Verlorene Schalungen werden nach dem Aushärten nicht entfernt, sondern verbleiben stattdessen dauerhaft am Bauwerk. (Quelle: www.baustoffwissen.de)

Vermiculite
Das Mineral Vermiculit ist ein eher selten vorkommendes Schichtsilikat aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“. Vermiculite wird aus einem Glimmerschiefer gewonnen.

 

W wie ...

Wandheizung
Sorgt für die Erwärmung eines Raumes und kann auf Mauerwerk oder Dämmplatten angebracht und mit Lehm verarbeitet werden.

Wärmedurchgangsverhalten
Vorgang, bei dem Wärme von einem Medium in ein anderes durch eine Begrenzungsfläche übertragen wird.(Quelle: spektrum.de)

Wärmeschutz
Sämtliche bauliche Maßnahmen, die das Ziel haben die Energiekosten zu senken und die Raumbehaglichkeit zu verbessern, sei es durch das „Warmhalten“ oder dem Schutz vor Überhitzung zählen zum Wärmeschutz. (Quelle: www.baunetzwissen.de)

Wärmespeichervermögen
Die Wärmekapazität (auch Wärmespeichervermögen) ist eine Kenngröße aus der Thermodynamik. Sie beschreibt, wie viel Wärme nötig ist, um die Temperatur eines Mediums oder eines Körpers um ein Kelvin oder ein Grad Celsius anzuheben (Quelle: www.heizung.de)

Werkzeug
Für bestimmte Zwecke geformter Gegenstand, mit dessen Hilfe etwas bearbeitet oder hergestellt wird (Quelle: Google Wörterbuch)

Winddichtigkeit
(= Innen luftdicht, außen winddicht)
Die Winddichtung verhindert, dass die Dämmung von kalter Außenluft durchströmt wird (Quelle: www.proclima.com)
Lehmbaustoffe gelten in der Fläche ab einer Dichte von 900 kg/m³ als winddicht. Ansonsten gilt mind. Einseitiger Putz als ausreichend winddicht. (Quelle: Lehmbau Regeln)

Wetterfestigkeit
So beschaffen, hergerichtet, präpariert, dass durch Einwirkungen des Wetters keine Beeinträchtigung erfolgt; gegen Einwirkungen des Wetters geschützt (Quelle: Google Wörterbuch)

Wärmeleitzahl
Den Grad der Wärmeleitfähigkeit angegebene Zahl (Quelle: Google Wörterbuch)

Wasserdampfdiffusionswiderstand
Der Wasserdampfdiffusionswiderstand drückt aus, wie stark ein Baustoff die Diffusion von Wasserdampf behindert und wird in Form der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl ausgedrückt. (Quelle: Wikipedia)

Weller
Ist eine Bezeichnung für Stroh-Lehm-Gemisch und wird auch Lehmwickel genannt, diese wird frei aufgeschichtet.

Wellerlehm
Wellerlehm ist ein weich aufbereitetes Gemisch aus Stroh und Lehm. Der trockene Baustoff hat eine Rohdichte von 1.400 bis 1.700 kg/m³.

Wickelstaken
Siehe unter Weller

 

Z wie ...

Zuschlagstoff
Ist eine Gruppe von Bestandteilen, die man als Zuschlag verwenden kann.

Zwangsmischer
Ist ein Mischer für trockene oder feuchte Materialien.

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