Lehmverarbeitung

Mehr wissen, mehr machen

Als Profis wissen wir, worauf es bei dem Verarbeiten von Lehm und Lehmprodukten ankommt.

Und natürlich wollen wir, dass Sie unsere Produkte einfach anwenden können. Dafür finden Sie in den Arbeitsblättern ausführlichere Beschreibungen, bei den Tutorials etwas zum "abgucken" und wenn Sie mögen, erwarten wir Sie bei unseren nächsten Schulungen bzw. wir organisieren Ihnen eine Baustellenberatung bei Ihnen vor Ort (wann immer es uns möglich ist)

 

Ohne! Das ist uns wichtig!

Wir machen es ohne! Ohne ausgasende Schadstoffe. Ohne Acrylate, die zu Mikroplastik werden. Ohne Topfkonservierer, die nichts anderes als giftige Biozide sind. Ohne Erdölderivate. Ohne synthetische Dispersionen. Ohne erheblichen Energieaufwand, also auch ohne klimaschädliche Treibhausgase. Aber mit einer großen Fachkompetenz und Leidenschaft für den Baustoff Lehm.

Lehm – historischer Baustoff für die Zukunft

Das matschige Ufer des Baches, die tiefen Treckerspuren auf regennassem Acker, die schlammige Baugrube, in der das Wasser steht – sie haben etwas gemeinsam: Treten wir hinein, haftet sofort Lehm an, wir haben lehmige, schwere Schuhe. Dann ist Putzen angesagt. Was unter Schuhen unerwünscht ist, wird von den Lebewesen in der Natur als Baumaterial sehr geschätzt: Vögel genauso wie Insekten nutzen Lehm, um sich ein Zuhause zu schaffen. Sie vermischen ihn mit anderem natürlichen Baumaterial wie Stroh und Zweigen und bauen sich einfach und geschickt ihre Zukunft auf.

Nicht anders machen es wir Menschen. Okay, machten, denn mit der Industrialisierung haben andere Baustoffe Einzug in unser Leben gehalten: zuerst Ziegel (gebrannter Lehm), inzwischen hauptsächlich Zement und Beton, Styropor, Metalle und Kunststoffe. Und wie es häufig ist: Anfangs wurden die Möglichkeiten und Vorteile sichtbar, erst viel später die damit einhergehenden Nachteile und Gefahren. Gerade jetzt, in einer Zeit der Klimadebatten und Nachhaltigkeitsdiskussionen, ist gesellschaftlich anerkannt, dass industriell gefertigte Baustoffe in großem Maße schädlich für Klima, Umwelt und Gesundheit sind. Und eigentlich kennen wir auch schon die Lösung. Wir müssen uns nur trauen.

Lehm kann, was Sie suchen

Dass Sie das hier lesen, zeigt, dass Sie sich mit diesem Gedanken bereits intensiv beschäftigt haben. Sie sind auf der Suche nach einem Baustoff, der für Sie und Ihre Familie, für die Umwelt und die Nachwelt gesund ist. Und den Sie möglichst leicht und einfach selbst verarbeiten können. Unsere conluto-Lehmprodukte sind die beste Basis für die Umsetzung Ihres Bauvorhabens, Ihrer Gestaltungswünsche und Wohnideen.

Sie müssen keine handwerkliche Ausbildung haben, etwas Geschick reicht vollkommen aus, um aus dem Baustoff Lehm etwas besonderes, langlebiges und nachhaltiges zu erschaffen. Lehm ist sehr großzügig, er verzeiht Fehler (anders als z.B. Zement)
und lässt sich (in der Regel) wieder und wieder korrigieren. So lange, bis Sie zufrieden sind. Legen Sie selbst Hand an, fühlen Sie den natürlichen Baustoff Lehm und gestalten Sie mit Ihren Händen das Umfeld, in dem Sie leben wollen.

Ton + Sand = Lehm

Lehm kann besonders tonreich sein, wir bezeichnen ihn dann als „fett“. Wenn er „mager“ ist, verstehen wir darunter, dass er deutlich mehr Schluff und Sand enthält. Dazwischen gibt es vielfältige Zusammensetzungen, jede für sich wertvoll und einmalig. Das Mischungsverhältnis macht den Unterschied und sorgt für die conluto-Vielfalt aus Lehm.

Trotzdem gilt: Lehm ist nicht gleich Lehm

Es gibt diese Lehmarten:

  • Geschiebelehm, auch Blocklehm genannt: Entstehung im Zusammenhang mit Gletschern.
  • Auenlehm: Ablagerungen von Flüssen, enthält viel Feinsand, Schluff oder Ton.
  • Berglehm: Hauptsächlich entstanden durch Verwitterung und aus höheren, gebirgigen Lagen, findet sich auch im europäischen Flachland.
  • Lößlehm: Gelber Feinsand, der viel Kalk und Ton enthält. Er wurde in der Eiszeit über die Winde transportiert.

Wir nutzen für unsere Produkte vorwiegend Berglehm oder Blocklehm. Es ist die Vielfalt der enthaltenen Materialien, die ihn ausmacht. Die reichen von Sandstein, Tonschiefer bis hin zu Urgestein-Granit, Gneis oder Syenit. Der hohe Mineralgehalt macht ihn stabiler, sodass wir mit Sicherheit die vorgeschriebenen Normen erreichen.

Schon bei der Gewinnung an die Umwelt denken

Lehm ist einfach da. In unvorstellbaren Mengen. Man kann ihn ausbuddeln, so wie es bei Sand und Kies gemacht wird, man macht dafür Löcher in die Umwelt und sich darüber keine Gedanken. Wir machen es anders: Der Lehm für unsere Produkte kommt aus Baugruben, er ist Abraum, der sonst entsorgt werden müsste. Wenn also große Bauprojekte anstehen, dann schauen unsere Profis sich den Boden an, der ausgegraben werden muss, begutachten ihn – und lassen ihn bei Eignung auf unseren großen Lehmlagerplatz fahren. Lkw-Ladung um Lkw-Ladung türmt sich dieser Naturbaustoff bei uns auf. Und wir verarbeiten ihn so, dass Sie einen zuverlässigen Baustoff bekommen.

Lehm lohnt sich.

Für Sie, für Ihre Familie, für die Umwelt
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